Modernes Kirchenschild mit Beleuchtung

Eslohe. Mit Pfarrer Friedel Birker fing vor 70 Jahren alles an: Der Flüchtlings- und Vertriebenenstrom nach dem Zweiten Weltkrieg hatte dem Sauerland viele Evangelische beschert. 1947 wurde auch deshalb die Evangelische Kirchengemeinde Dorlar aus der Taufe gehoben und der Grundstein für die Ursprungskirche in Dorlar gelegt. Hunderte neue Protestanten lebten hier vor allem verteilt in die Orte Reiste, Wenholthausen und Eslohe. Wohnortnah wurden dort in den folgenden Jahrzehnten weitere evangelische Kirchen in die Dörfer gebaut. Mittlerweile sind in der Kirchengemeinde Dorlar die Kirchgebäude in Wenholthausen und Reiste entwidmet, in Dorlar finden nur noch selten Gottesdienste statt, aus besonderen Anlässen wie etwa am Reformationstag. Einzig die St. Johanniskirche in Eslohe ist als wöchentlich genutzte Gottesdienststätte geblieben.

Die Gebäude und Außenanlagen in Eslohe erfahren als zentrale Begegnungs- und Gottesdienstorte der Dorlarer Kirchengemeinde gerade eine Verjüngungs- und Modernisierungskur. Zwei ältere im Wurzelwerk drückende und in der Höhe den First überragende Nadelbäume mussten entfernt werden, der Blick fiel danach wieder frei auf die frisch gestrichene Wand zum Kircheneingang. Dort fehlte ein modernes Hinweisschild auf die Kirche. Das gesamte Presbyterium, insbesondere Oliver Dirks und Peter Herrmann, haben sich um die neue Ausschilderung bemüht, ganz großer Dank gilt auch der Kückelheimer Firma Ketten-Wulf für die grundlegende Unterstützung bei der Herstellung dieser Edelstahl-Tafel.

Theresa Weinbrenner gestaltete ein Emblem mit Kirchennamen und Symbolen der Kirchengemeinde, hergestellt aus Edelstahl. Links sind die Kirchturmspitzen als Symbole der vier genannten Gotteshäuser der Kirchengemeinde abgebildet. Diese sollen gegen das Vergessen allen Gottesdienstbesuchern bereits am Eingang zur heutigen Zentralkirche in Eslohe signalisieren: Die historischen Kirchenstandorte in Dorlar, Reiste und Wenholthausen sind Teil der Geschichte der Kirchengemeinde. Und auch bei Dunkelheit weist die Beschilderung mit energie-effizienter LED-Beleuchtung den Weg zum Glauben und zur Kirche. Ein echter Blickfang, so empfanden es jetzt jedenfalls die Presbyterinnen, Presbyter und Pfarrer Jürgen Rademacher vor der April-Sitzung des gemeindlichen Leitungsgremiums.

Foto: Presbyterinnen, Presbyter und Pfarrer Jürgen Rademacher freuten sich vor der April-Sitzung des gemeindlichen Leitungsgremiums der Dorlarer Kirchengemeinde bei der St. Johanniskirche in Eslohe über das neue Hinweisschild.

Foto detaillierter: Ulrike Voss, Dr. Hans Dürr, Peter Herrmann, Pfarrer Jürgen Rademacher, Oliver Dirks, Karin Paetsch, Elena Agalakov und Markus Hufnagel (von links) freuten sich vor der April-Sitzung des Presbyteriums der Dorlarer Kirchengemeinde bei der St. Johanniskirche in Eslohe über das neue Hinweisschild.

Zehn Jahre Gemeindesekretärin

Eslohe. Pfarrer Jürgen Rademacher und Finanzkirchmeister Dr. Hans Dürr überraschten jetzt Silke Ludemann in ihrem Esloher Gemeindebüro mit einem Strauß Blumen.

Der Anlass: Seit zehn Jahren ist sie die Gemeindesekretärin der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar. Jürgen Rademacher weiß an ihr besonders zu schätzen, dass sie eine echte Esloherin ist und daher immer noch mehr aus dem Ort weiß als er, auch wenn er nach 30 Jahren in Eslohe mehr als ein Zugereister ist. Aber Silke Ludemann weiß sogar über die Anfänge der Kirchengemeinde vor 70 Jahren gut Bescheid, ihre Esloher Oma gehörte gleich in den Gründungjahren zu der Evangelischen Kirchengemeinde, die ihren Schwerpunkt damals noch in Dorlar hatte. Auch Hans Dürr ist voll des Lobes für die Gemeindesekretärin.

Und beide Männer wissen: Ein funktionierendes Gemeindebüro ist ein gutes und wichtiges Fundament für eine funktionierende Kirchengemeinde.

Foto: Finanzkirchmeister Dr. Hans Dürr (links) und Pfarrer Jürgen Rademacher überraschten jetzt Silke Ludemann mit einem Strauß Blumen, weil die Esloherin seit zehn Jahren die Gemeindesekretärin der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar ist.

Neujahrskaffee 2017

Das Kaffeetrinken ist jedermann bekannt, bei jedermann beliebt und jedes Jahr immer wieder gerne angenommen. Am 15. Januar Sonntagmorgen im Gottesdienst lud Herr Pastor Rademacher noch einmal ein. Er äußerte Bedenken wegen des kalten, eisigen Winterwetters mit glatten Wegen und Straßen. Ist wohl wie immer volles Haus im kath. Pfarrheim in Wenholthausen??!!

Um 14.30 Uhr begann das Kaffeetrinken. Langsam, sehr langsam füllte sich der Saal; sollte Herr Pastor mit seiner Ahnung recht behalten? Doch dann waren alle Plätze besetzt; es zeigte sich wieder einmal, wie beliebt und berühmt dieses Gemeindetreffen immer wieder ist. In kurzer Zeit kann das Neujahrskaffeetrinken mit der Gemeinde „Silberhochzeit“ feiern, so lange Jahre findet es schon statt. Kaffeeduft zog köstlich durch die Räume, festlich waren die Tische gedeckt. „Oh wie schön, dass ihr da seid!“ leuchtete im Kerzenschein in den Laternen.

Mit einem Neujahrsgebet begann das Kaffeetrinken, es folgte die Begrüßung der Gäste. Wie jedes Jahr war auch der Instrumentalkreis eingeladen; er gehört schon seit Jahren zum festen Programm. Herzlichen Dank für die musikalische Begleitung! Auch die Familie Link sind gern gesehene und gern gehörte Gäste; sie sangen in Begleitung eines Akkordeons ein deutsches und ein russisches Volkslied. Belohnt wurden sie mit einem großen Applaus. Nun wurde das Kuchenbuffet eröffnet: Nuss-, Marzipan-, Käsekuchen und, und, und. „Aber bitte mit Sahne!“ Auch appetitliche Wurst- und Käseschnittchen standen bereit; es war für jeden etwas dabei.

Was ist ein Gemeindetreffen ohne ein Spendenaufruf: Frau Thimm berichtete von einer Pfarrgemeinde aus Tansania. Dort arbeitet Herr Pastor Lugemeleza mit vielen ehrenamtlichen Helfern als Seelsorger unter widrigen und beschwerlichen Umständen. Vieles, fast alles wird durch Spenden finanziert. So wanderte der Klingelbeutel von Tische zu Tisch; er füllte sich mit 235,00 €. Allen Gebern und Spendern sei recht herzlich gedankt. Auch Herr Pastor Lugemeleza in Tansania wird sich sehr freuen und sehr dankbar sein.

Herr Pastor Rademacher hielt eine kleine Predigt. Thema: Was ist Zeit??!! Dazu hielt er eine kleine Sanduhr in seiner Hand. Unaufhörlich rinnt der Sand durch diese Uhr; bei den Menschen rinnt die Zeit von der Geburt bis zum Tod. Die Zeit liegt in Gottes Hand, unsere Zeit
hält er in seiner Hand, so sagt es die Bibel. Mit dem Segen schloss Herr Pastor Rademacher das Neujahrskaffeetrinken 2017 in Wenholthausen.

Allen Helfern, ob in Küche oder Saal, allen Bäckern der köstlichen Kuchen, allen Mitwirkenden, die dieses Treffen wieder so perfekt gestaltet haben, sprechen alle Gäste ihren herzlichen Dank aus.