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Eslohe. Rembrandt, Caspar David Friedrich, Vincent van Gogh, Ron Mueck, Michael Triegel – in einer beeindruckenden Bandbreite fielen am Sonntagabend in der St.-Johannis-Kirche in Eslohe ganz andere Namen als sonst üblich. Aber die Evangelische Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe und der örtliche Kunstverein „Pro Forma“ hatten ja auch nicht zum Gottesdienst eingeladen, sondern zu einem Vortragsabend mit ganz vielen Bildern, die nicht nur das Schaffen der Künstler illustrierten, sondern auch die vielen klugen Sätze der Referentin Regina Gramse. Ihres Zeichens Kunstvermittlerin – und zwar mit Leib und Seele. Beeindruckend, wie die Bremerin in ihrem Vortrag „Tod und Trauer in der Bildwelt der abendländischen Kunst“ sowohl auf große Zusammenhänge wie auch auf kleine Details einging. Und ganz nebenbei Konzept und Kennzeichen des Manierismus erklärte. Und die Zuhörer darauf hinwies, dass Michelangelos Bildhauer-Objekt „Pietà“ mit Jesu Leichnam im Schoß von Maria genau betrachtet kein biblisch überliefertes Motiv ist. Und dazu ermunterte, dass man über den künstlerischen Wert von Damien Hirsts mit Diamanten besetzten Menschlichen-Schädel-Platinabguss, der auf 50 Mio. Pfund taxiert wird, doch mal diskutieren müsse. Gelegenheit dazu hatten die rund 40 Besucherinnen und Besucher während einer Pause in der Vortrags-Halbzeit, in der man auch etwas trinken konnte. Nachdem Dr. Hans Dürr als Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe am Anfang begrüßt hatte, war es an Edith Droste vom Esloher Kunstverein „Pro Forma“ sich am Ende bei Regina Gramse für einen lehrreichen, kurzweiligen Vortrag mit einer Flasche Wein herzlich zu bedanken.

2020-eslohe-kunst-tod-04: Rund 40 Besucherinnen und Besucher hatten sich am Sonntagabend auf den Weg in die Evangelische St.-Johannis-Kirche in Eslohe gemacht, um den bebilderten Vortrag „Tod und Trauer in der Bildwelt der abendländischen Kunst“ von Regina Gramse (rechts) zu hören.

2020-eslohe-kunst-tod-08: Nach Ende des Vortrags ließ Edith Droste vom Esloher Kunstverein „Pro Forma“ (rechts) im Gespräch mit Regina Gramse den Vortrag „Tod und Trauer in der Bildwelt der abendländischen Kunst“ in der Evangelischen St.-Johannis-Kirche in Eslohe nochmal Revue passieren.

Modernes Kirchenschild mit Beleuchtung

Eslohe. Mit Pfarrer Friedel Birker fing vor 70 Jahren alles an: Der Flüchtlings- und Vertriebenenstrom nach dem Zweiten Weltkrieg hatte dem Sauerland viele Evangelische beschert. 1947 wurde auch deshalb die Evangelische Kirchengemeinde Dorlar aus der Taufe gehoben und der Grundstein für die Ursprungskirche in Dorlar gelegt. Hunderte neue Protestanten lebten hier vor allem verteilt in die Orte Reiste, Wenholthausen und Eslohe. Wohnortnah wurden dort in den folgenden Jahrzehnten weitere evangelische Kirchen in die Dörfer gebaut. Mittlerweile sind in der Kirchengemeinde Dorlar die Kirchgebäude in Wenholthausen und Reiste entwidmet, in Dorlar finden nur noch selten Gottesdienste statt, aus besonderen Anlässen wie etwa am Reformationstag. Einzig die St. Johanniskirche in Eslohe ist als wöchentlich genutzte Gottesdienststätte geblieben.

Die Gebäude und Außenanlagen in Eslohe erfahren als zentrale Begegnungs- und Gottesdienstorte der Dorlarer Kirchengemeinde gerade eine Verjüngungs- und Modernisierungskur. Zwei ältere im Wurzelwerk drückende und in der Höhe den First überragende Nadelbäume mussten entfernt werden, der Blick fiel danach wieder frei auf die frisch gestrichene Wand zum Kircheneingang. Dort fehlte ein modernes Hinweisschild auf die Kirche. Das gesamte Presbyterium, insbesondere Oliver Dirks und Peter Herrmann, haben sich um die neue Ausschilderung bemüht, ganz großer Dank gilt auch der Kückelheimer Firma Ketten-Wulf für die grundlegende Unterstützung bei der Herstellung dieser Edelstahl-Tafel.

Theresa Weinbrenner gestaltete ein Emblem mit Kirchennamen und Symbolen der Kirchengemeinde, hergestellt aus Edelstahl. Links sind die Kirchturmspitzen als Symbole der vier genannten Gotteshäuser der Kirchengemeinde abgebildet. Diese sollen gegen das Vergessen allen Gottesdienstbesuchern bereits am Eingang zur heutigen Zentralkirche in Eslohe signalisieren: Die historischen Kirchenstandorte in Dorlar, Reiste und Wenholthausen sind Teil der Geschichte der Kirchengemeinde. Und auch bei Dunkelheit weist die Beschilderung mit energie-effizienter LED-Beleuchtung den Weg zum Glauben und zur Kirche. Ein echter Blickfang, so empfanden es jetzt jedenfalls die Presbyterinnen, Presbyter und Pfarrer Jürgen Rademacher vor der April-Sitzung des gemeindlichen Leitungsgremiums.

Foto: Presbyterinnen, Presbyter und Pfarrer Jürgen Rademacher freuten sich vor der April-Sitzung des gemeindlichen Leitungsgremiums der Dorlarer Kirchengemeinde bei der St. Johanniskirche in Eslohe über das neue Hinweisschild.

Foto detaillierter: Ulrike Voss, Dr. Hans Dürr, Peter Herrmann, Pfarrer Jürgen Rademacher, Oliver Dirks, Karin Paetsch, Elena Agalakov und Markus Hufnagel (von links) freuten sich vor der April-Sitzung des Presbyteriums der Dorlarer Kirchengemeinde bei der St. Johanniskirche in Eslohe über das neue Hinweisschild.

Zehn Jahre Gemeindesekretärin

Eslohe. Pfarrer Jürgen Rademacher und Finanzkirchmeister Dr. Hans Dürr überraschten jetzt Silke Ludemann in ihrem Esloher Gemeindebüro mit einem Strauß Blumen.

Der Anlass: Seit zehn Jahren ist sie die Gemeindesekretärin der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar. Jürgen Rademacher weiß an ihr besonders zu schätzen, dass sie eine echte Esloherin ist und daher immer noch mehr aus dem Ort weiß als er, auch wenn er nach 30 Jahren in Eslohe mehr als ein Zugereister ist. Aber Silke Ludemann weiß sogar über die Anfänge der Kirchengemeinde vor 70 Jahren gut Bescheid, ihre Esloher Oma gehörte gleich in den Gründungjahren zu der Evangelischen Kirchengemeinde, die ihren Schwerpunkt damals noch in Dorlar hatte. Auch Hans Dürr ist voll des Lobes für die Gemeindesekretärin.

Und beide Männer wissen: Ein funktionierendes Gemeindebüro ist ein gutes und wichtiges Fundament für eine funktionierende Kirchengemeinde.

Foto: Finanzkirchmeister Dr. Hans Dürr (links) und Pfarrer Jürgen Rademacher überraschten jetzt Silke Ludemann mit einem Strauß Blumen, weil die Esloherin seit zehn Jahren die Gemeindesekretärin der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar ist.