Gemeindemittelpunkt und Gottesdienstort: St. Johannis in Eslohe

Über uns

Evangelische Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe

Mit den Millionen „Flüchtlingen und Vertriebener“ waren nach 1945 viele evangelische Christen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in das vornehmlich katholische Sauerland gekommen. Ihr erster Pfarrer, Friedel Birker, war in der NS-Zeit ein Unterstützer der Bekennenden Kirche und hatte in Dorlar 1932 eine evangelische Jugendhilfeeinrichtung, das Martins-werk, gegründet. Für die dann 1947 gegründete Ev. Kirchengemeinde Dorlar wurde 1951 die St.-Petri-Kirche in Dorlar in Dienst genommen. Es folgten kleinere Gotteshäuser in Kirchrarbach (1952), Wenholthausen (1953), Reiste (1969) und schließlich die heutige Zentralkirche in Eslohe (1972).

Waren es in Nachkriegsjahren vorübergehend 2700 evangelische Gemeindeglieder, so sind es gegenwärtig nur noch knapp 1100 (Stand März 2020). Durch diese Entwicklung in Verbindung mit zunehmender Mobilität der Kirchenbesucher erfolgten tragfähige Anpassungen in Richtung einer noch gut für alle erreichbaren zentralen Gottesdienststätte. 1971 wurde die Martin-Luther Kirche in Kirchrarbach entwidmet, 2011-2013 folgten die ebenfalls kleineren Kirchen in Reiste und Wenholthausen. Die St-Petri-Kirche in Dorlar existiert weiter, gehört aber heute in den Privatbesitz des Martinswerks. Hier finden nach Rücksprache mit dem Martinswerk Gottesdienste nur noch zu besonderen Anlässen und bei Beerdigungen auf unserem nahegelegenen Friedhof Dorlar unserer Evangelischen Kirchengemeinde statt.

Schon frühzeitig hatten sich unsere Presbyterien kosten- und zukunfts-orientiert für eine Zentralisierung der kirchlichen Gemeindearbeit in Eslohe entschieden. Hier befinden sich nun:

  • die zentrale Gottesdienststätte, die St. Johannis-Kirche,

  • das Pfarrbüro,

  • das Zentrum für Gemeindearbeit mit den Gemeinderäumen.

Auch wenn die Kirchengemeinde überwiegend auf dem Gebiet der Hochsauerland-Kommune Eslohe liegt, so trägt die Kirchengemeinde als Zusatz den Namen des heutigen Schmallenberger Stadtteils Dorlar, weil eben hier ihre Wiege stand.Einige Erinnerungsstücke wie Kanzel, Kreuz, Glas-fenster,…,aus den entwidmeten lokalen Kirchen wurden in der Esloher Zentralkirche sichtbar eingebaut und vermitteln dort ein Stück weit Erinnerung an die einstigen Dorfkirchen. Auch im Emblem unserer Kirchengemeinde befinden sich 4 der ehemaligen Kirchen durch ihre Kirchturmspitzen. Die Presbyterien setzen sich möglichst zusammen aus Mitgliedern, die unterschiedliche unserer ca. 50 kleinen Ortschaften repräsentieren.

St. Johannis-Kirche, Eslohe

m April 1972 war der Grundstein für die St. Johannis-Kirche in Eslohe gelegt worden. Der Altarraum der nördlichsten Kirche im heimischen Kirchenkreis wurde von dem bekannten Wittgensteiner Künstler Wolfgang Kreutter gestaltet. Mehr über die St-Johannis-Kirche in Eslohe und auch über die Petri-Kirchengemeinde in Dorlar kann man in dem 2001 von Johannes Burkardt, Andreas Kroh und Ulf Lückel herausgegebenen Buch „Die Kirchen des Kirchenkreises Wittgenstein in Wort und Bild“ finden. Der ursprünglich freistehende Kirch-turm ist heute baulich mit dem Kirchenschiff verbunden und wird abends angestrahlt. 2018/2019 wurde die St. Johanniskirche modernisiert, mit barrierefreiem, nachts beleuchtetem Zugang und einem modernen teilverglasten Vorraum zwischen Kirche und Turm. Viele Veranstaltungen wie Kindergottesdienste oder z.B. das abschließende „Oh Du fröhliche“ an Heiligabend finden dort nun im Freien, aber witterungsgeschützt unter Dach statt. Außer in den kalten Wintermonaten lädt hier eine Sitzgarnitur zum Verweilen ein, um vielleicht einmal den Blick über das Panorama des Homert-Gebirges schweifen zu lassen.

Der Innenraum der Kirche ist schlicht in Weiß gehalten, die oberseitige Verglasung spendet in der Sonne interessante Lichtspiele. Im Kontrast dazu stehen der achteckige Altar und Fußboden aus anthrazitfarbenen bzw. schwarzem heimischen Schiefer.

Mit einer im Kirchenraum installierten digitalen Aufnahme- und Abspiel-technik werden in der St.-Johannis-Kirche nun im 21. Jahrhundert traditionelle, aber auch neue Wege und Formen von Gottesdiensten erprobt und auf unserer Homepage angeboten.

Das Einzugsgebiet unserer Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe umfasst mehr als 250 km²: die gesamte Fläche der Kommune Eslohe (ca. 113 km²) und zusätzlich die der Dörfer um den Ursprungsort der Gemeinde in Dorlar (ca. 140 km², das sind heute eingemeindete Teile der Stadt Schmallenberg). Im Vergleich dazu: Bielefeld hat 258 km² und Dortmund umfasst 280 km².

Trotz dieses riesigen Einzugs-gebietes hat die Ev. Kirchen-gemeinde nicht ganz 1100 Gemeindeglieder, das ist der Diaspora-Situation im über-wiegend katholisch geprägten Hochsauerlandkreis geschuldet.

Zu den ca. 50 Ortschaften der Kirchengemeinde zählen u.a. die Orte (Stadt- bzw. Ortsteile): Altenilpe, Arpe, Bremke, Büenfeld und Buenfeld Cobbenrode, Dorlar, Eslohe, Heiminghausen, Kückelheim, Mailar, Nieder-und Oberberndorf, Nieder-und Obersalwey, Oesterberge, Reiste, Sallinghausen, Wenholthausen, … .

Dadurch ergeben sich oft lange Anfahrtswege zur zentralen Gottes-dienststätte. Dem trug das Presbyterium mit einem jüngst erweitertem neuem Parkplatzangebot Rechnung und bietet jetzt Besuchern in der heute dicht bebauten Martin-Luther-Straße bzw. Am Hang 10 meist ausreichend Parkplätze – auch für Fahrräder.

Gerne laden wir Sie ein: Sie können uns zu Gottesdienstzeiten, Veranstaltungen der evangelischen Vereine und Arbeitskreise oder auch zu einer der kulturellen Veranstaltungen besuchen, die mittlerweile ein fester Bestandteil in unserer Gemeindekonzeption sind.

 

Eslohe, 2020-03-31

Dr. Hans Dürr ; Fotos: Jens Gesper