Ein Blick zurück

Eine Website ist ein Kommunikationsmedium, das von seiner Aktualität lebt. Schnell versinkt Vergangenes in der Versenkung. Wir finden es aber schade, wenn einige der Videos, die wir auf der alten Website eingestellt haben, verloren gingen. Sie entsprechen zwar nicht mehr ganz der Qualität heutiger Videos im Netz, da sich die Technik im Internet mit rasanter Geschwindigkeit entwickelt, wir möchten sie aber trotzdem für Sie erhalten.

Folgende Beiträge sind mit umgezogen und können weiterhin aufgerufen werden:

Wir sind umgezogen ….

Das veränderte Gesicht der Website deutet es an – es ändert sich was. Zum ersten sind wir auf die Domain www.ev-kirchengemeinde-dorlar.de umgezogen, da der alte Vertrag ausläuft. Darüberhinaus wollen die bisherigen Initiatoren und Webmaster die Aufgabe in jüngere Hände übergeben. Dies macht eine Neuorganisation erforderlich, um dann einen reibungslosen Übergang möglich zu machen. So wird auch diese Webpräsenz nur eine temporäre Zwischenlösung auf dem Weg zu einer völlig neu gestalteten Webseite mit neuem Aussehen sein.

Wir sind schon ganz gespannt auf die neue Gestaltung der Website durch unseren Nachfolger. In der Zwischenzeit wollen wir Sie aber wie bisher über Termine, Gottesdienste und Ereignisse in der Kirchengemeinde auf dieser Website in neuem Kleid informieren und hoffen, dass Sie uns auch weiterhin die Treue halten.

Reister Kirche verkauft

Die evangelische St.-Christopheri-Kirche in Reiste muss nicht abgerissen werden, die Kirchengemeinde Dorlar hat eine Käuferin gefunden. Das entwidmete Gotteshaus soll zur Kunst- und Begegnungskirche werden.

Am 1. Dezember 1968 wurde die neugebaute St.-Christopheri-Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar in Reiste feierlich eingeweiht. Ohne dass es jemand bewusst so geplant hätte, wurde jetzt am 1. Dezember 2016 der Vertrag unterschrieben, mit dem die Dorlarer Kirchengemeinde die Kirche an Marianne Schneider verkauft hat. Bereits im November 2011 ist die Evangelische Kirche in Reiste entwidmet worden. Die Kirchengemeinde, zu der vornehmlich die Evangelischen der Esloher Kommune gehören, hatte sich den Weg zur Schließung der Kirche nicht leicht gemacht, musste aber aufgrund sinkender Gemeindegliederzahlen und schwieriger werdender Finanzen Einschnitte vollziehen: Die Gemeindearbeit wurde in Eslohe konzentriert. Sehr verantwortungsvoll nahm das Presbyterium als Leitungsgremium der Gemeinde seine Aufgabe wahr, etwa durch eine sehr offene Kommunikations- und Beteiligungsstruktur für die Gemeindeglieder.

Genau so engagiert und entschlossen versuchten Pfarrer Jürgen Rademacher und das Presbyterium anschließend eine neue Verwendung für die Kirche zu finden. Ein Abriss wäre für alle Verantwortlichen zu schmerzlich gewesen. Doch alle Gespräche und auch der Einsatz eines Maklers blieben erfolglos. Große Hoffnung setzte die Kirchengemeinde zwischendurch in das Leader-Projekt „4 mitten im Sauerland“ der Kommunen Meschede, Schmallenberg, Eslohe und Bestwig, bei dem das Konzept einer kulturellen Begegnungsstätte in der evangelischen Reister Kirche sogar als A-Projekt eingestuft wurde. Mit dem Esloher Kunstverein „Pro Forma“ hatte die Kirchengemeinde schon den richtigen Kooperationspartner an ihrer Seite. Doch trotz großzügigster Förderung hätte das Projekt die Kirchengemeinde am Ende finanziell überfordert. Auch bei den Überlegungen für das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) für Eslohe brachte sich die Kirchengemeinde ein. Aber zum Schluss war klar, dass sie das Gebäude nicht würde halten können.

Und Eigentum verpflichte ja auch, so Pfarrer Jürgen Rademacher. Selbst wenn sich evangelische Reister in den vergangenen Jahren dankenswerterweise immer vorbildlich um die Außenanlagen der Kirche gekümmert hätten, war das Gebäude doch ein ungenutztes. Fast in jeder Sitzung habe das Presbyterium in 2016 über die Reister Kirche gesprochen. Und deshalb habe sich das Gremium entschieden, wenn kein Verkauf des Gebäudes möglich sei, dann müsse man nun auch den Abriss der Kirche in Erwägung ziehen. Eine schmerzliche Entscheidung, die sich kein Presbyterium leicht macht.

In dieser Situation war im Sommer 2016 Marianne Schneider aus Visbeck in einem Reister Gasthaus, wo die Grundschullehrerin ihren Eintritt in den Ruhestand feierte. Die Malerin hatte schon länger den Traum von einer kulturellen Begegnungsstätte – und hier war ihr die Möglichkeit dafür auf einmal greifbar nahe. Die beiden Seiten – Verkäufer und Käufer in spe – wurden sich schnell einig. Auch die zahlreichen Formalitäten, die notwendigerweise bei dem Verkauf einer ehemaligen Kirche zu bedenken sind, wurden zügig mit der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld abgestimmt und von dort genehmigt.

Und so hat sich wenige Monate vor einer möglichen Entscheidung für den Abriss der Kirche doch noch eine Käuferin gefunden – und die bringt ihrerseits ein ganz ähnliches Konzept für das Gebäude mit, wie es die Kirchengemeinde bereits hatte. Dabei ist ihr die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes wichtig, nicht umsonst nennt sie ihr Projekt „Kunst- und Begegnungskirche“. Und zur Kunst gehört natürlich auch die Musik: Die mobile Orgel wird in der Kirche bleiben. Die Reister Frauenhilfe wird sich weiterhin in den Räumlichkeiten treffen. Die neuen Besitzer hoffen auch auf andere Vereine und Gruppen, die das Gebäude ebenfalls nutzen möchten. Im Frühjahr soll in der neuen Kultur- und Begegnungskirche nochmal Gottesdienst gefeiert werden, ein Posaunenchor ist bereits eingeladen.

So war der 1. Dezember diesmal kein fröhlicher Tag für die Kirchengemeinde Dorlar, aber doch ein sehr guter. Denn die Reister Kirche, die über 40 Jahre treu den Dienst für die Evangelischen vor Ort geleistet hat, wird nun nicht abgerissen, sondern soll auch in Zukunft Menschen zusammenbringen.